Petra Bär macht im KaffeeBär ihre Passion zur Profession

Für mich ist Petra Bär ein perfektes Beispiel, wie ich mir kleine Unternehmen in der Steinauer Innenstadt vorstelle. Wir brauchen mehr davon!

Früher sprach man noch vom Kaffee-Kochen, befand sich damit, obwohl man das Kaffeepulver längst in einem Filter brühte, noch in der Tradition des türkischen Kaffees und den Anfängen der europäischen Kaffee-Kultur. Inzwischen gibt es nicht mehr nur die eine Kaffee-Sorte, eine Vielzahl an Mischungen und mehr als hundert verschiedene Zubereitungsarten.  Petra Bär kennt den Geschmackscharakter der verschiedenen Bohnensorten, röstet selbst und misst den unterschiedlichen Zubereitungsarten ihren ganz eigenen Wert bei.

Das KaffeeBär ist etwas für Kenner und Genießer, für die Kaffee-Trinken vergleichbar mit einer britischen Tee-Stunde eine Kultur darstellt. Hier ist der Ort, wo man differenzierte und qualitativ hochwertige Produkte kosten und erwerben kann, wo man seine Geschmacksvorlieben äußern darf und gleichzeitig, professionelle Beratung und individuell passende Angebote erhält.

Kindheitserinnerungen prägen unser Leben und unsere Leidenschaften

Der liebevoll eingerichtete Laden mit einem Stehtisch und einigen Sitzgruppen ist kein klassisches Kaffeehaus, wo man Stunden verbringt, aber auch keine italienische Bar, wo man einen Espresso quasi im Vorbeigehen trinkt. Er ist vielmehr ein Ort, der Individualität atmet und untrennbar mit der Inhaberin und ihrer Leidenschaft für den Kaffee verbunden ist. Petra Bär liebt das, was sie tut, ist kommunikativ und lässt sich auf ihre Kunden ein. Instinktiv hatte es mich in eine meiner ersten Pausen als Bürgermeisterkandidat zusammen mit meinem Team in ihren Laden gezogen. Während sie routiniert die große Siebträgermaschine in Gang setzte, um für uns alle jeweils einen perfekten Espresso zuzubereiten, erzählte sie, wie sie schon als Kind vom Kaffee-Duft der Familienfeiern so fasziniert war, dass sie trotz eines Schlenkers in eine andere berufliche Richtung sich dann doch wieder ihrer großen Leidenschaft, dem Kaffee, widmete; und wie sie sich im Laufe der Jahre profunde Kenntnisse über Herkunft, Verarbeitung und Zubereitung dieses Naturprodukts angeeignet hat. Ich habe sehr schnell verstanden: aus ihrer Leidenschaft für Kaffee ist eine Profession geworden.

Ich würde ihr gönnen, dass sie ihren Traum verwirklichen kann, die externe Rösterei räumlich an das Kaffee anzubinden, und damit nicht nur sich, sondern auch die Innenstadt mit dem Duft des Kaffees zu betören. Für mich ist Petra Bär ein perfektes Beispiel, wie ich mir kleine Unternehmen in der Steinauer Innenstadt vorstelle. Wir brauchen mehr davon!